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Warum ist dieses Treffen so besonders?

Es ist ein Zusammenkommen der besonderen Art, weil sich hier die Oberhäupter aus drei Kirchenfamilien treffen: Papst Franziskus, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Patriarch Bartholomaios I., Oberhaupt der orthodoxen Kirche byzantinischer Tradition und Papst Tawadros II., Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche. Ein Treffen auf Augenhöhe, bei dem keiner der Teilnehmer dem anderen unterlegen ist. Weitere Besonderheit: Dass alle drei Oberhäupter zusammenkommen, ist seit über einem Jahrtausend nicht mehr der Fall gewesen. Daher kann hier von einem historischen Treffen gesprochen werden.

Was verbindet die römisch-katholische Kirche mit orthodoxen Kirchen?

Mit den orthodoxen Kirchen gibt es eine große Übereinstimmung, was die Glaubenslehre angeht: gemein haben wir den Glauben an die Auferstehung, an Jesus Christus als den Sohn Gottes. Darüber hinaus verbindet beide Kirchen die vollständige Bindung an die altkirchliche Tradition. Das heißt, die Verehrung der Kirchenväter, Heiligenverehrung, besondere Hervorhebung der Gottesmutter Maria und die Anerkennung der ökumenischen Konzile der alten Kirche.

Was trennt die römisch-katholische Kirche von den orthodoxen Kirchen?

Das Kirchenverständnis und die Kirchenstruktur. Während die katholische Kirche zentral von Rom aus geleitet wird, hat die orthodoxe Kirche verschiedene Nationalkirchen, die relativ unabhängig voneinander bestehen. Des Weiteren dürfen Priester und Diakone in den orthodoxen Kirchen heiraten. Und im Gegensatz zur römisch-katholischen Kirche glauben die orthodoxen Christen nicht an die Unfehlbarkeit des Papstes.

Unterschiede gibt es auch im Hinblick auf religiöse Feste, da die Ostkirchen diese nach dem julianischen Kalender begehen. So fällt zum Beispiel Weihnachten auf den 7. Januar und nicht auf den 25. Dezember.

Welchen Stellenwert hat dieses Treffen für die Ökumene?

Dieses Treffen hat aus mehreren Gründen einen besonderen Stellenwert. Der Ort: Es findet in Ägypten statt. Dem Ort, wo gerade in letzter Zeit immer wieder Anschläge auf Christen verübt worden sind. Auf diese Weise soll ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Der Friedenskongress, zu dem der Großimam der Al-Azhar-Universität in Kairo zu einer Konferenz zum Thema Frieden geladen hat. Die Universität ist die angesehenste Lehrautorität des sunnitischen Islam. Das heißt, auch der Islam wird in den Dialog mit eingebaut. Die Ökumene: Dieses Treffen verdeutlicht die große Nähe zwischen den orthodoxen und katholischen Christen und zeigt gegenüber dem Islam einen großen Zusammenhalt.

Milena Furmann

(Ein Kommentar zum Ägypten-Besuch von Papst Franziskus im Domradio vom 28.04.2017)

Quelle: www.domradio.de - mit freundlicher Genehmigung

 

 

 

 

 

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